ak gitarrenbau Jens Kummer Gleimstraße 56

Gleimstraße 56  ·  D-10437 Berlin  ·  Tel (030) 442 0196

 


 

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Konzertgitarre - Ahorn / Fichte
guitare classique - érable / sapin (épicéa)
 

wahlweise Palisander / Fichte
au choix palissandre / sapain (épicéa)

ab 3.500,- EUR  (inkl. Etui)

 

 

 

Die Preise sind freibleibend und unverbindlich.


Alle Instrumente verfügen über das Klangvolumen,
das anspruchsvolle Solisten erwarten dürfen.

Bei kraftvollem und dynamischem Spiel bleibt der Klang
über den gesamten Tonumfang ausgeglichen und transparent.

Änderungswünsche beziehen wir nach Bedarf ein.
Wir beraten Sie gern ausführlich darüber, inwiefern die
gewünschte Modifizierung die Funktion des Instrumentes
beeinflusst.


 

Tous les instruments ont cette densité sonore
que des solistes exigeants sont en droit d' attendre.

Le son reste équilibré et clair sur l' ensemble de la gamme
même en jouant puissantement et avec dynamisme.

Nous tenons compte de souhaites particuliers.
Dans ce cas nous vous conseillons évidemment sur les
conséquences que ces modifications éventuelles
peuvent avoir sur la jouabilité de l' instrument.


 

kostenfreie Überprüfung Ihres Instruments im allgemeinen (keine Elektrik bzw. Tonabnehmer)
und präzise Analyse der Griffbrettform (Bespielbarkeit)

 

Leihinstrumente auf Anfrage

 

Reparatur und Arbeiten zur Werterhaltung

 

Gitarren-Selbstbaukurs auf Anfrage

Der Interessent kann sich bei dem Instrument, das er bei mir käuflich erwirbt, gegen einen Aufschlag zum Kaufpreis unter meiner Anleitung am Instrumentenbau beteiligen. Ich garantiere dabei eine Fertigungsqualität, die sich von jener der professionell hergestellten Instrumente nicht unterscheidet. Alle Konditionen sind je nach Modell gesondert zu vereinbaren.

 

keine Praktikums- / Ausbildungsplätze

Ich verwende kein geschütztes Tropenholz.

 

 


 

   Einige Anmerkungen zu häufig genutzten fachlichen Begriffen:

Bundreinheit:

Jeder, dem der Begriff „temperierte Stimmung“ klar ist, weiß, dass es eine komplett bundreine Gitarre nicht gibt. Die Ursache dafür ist die feste Bundeinteilung der Gitarre, vergleichbar etwa mit der Tastatur des Klaviers. Eine Oktave lässt sich rechnerisch nicht in zwölf gleiche Halbtonschritte einteilen. Am routinierten Musiker liegt es, die damit entstehenden Schwebungen so zu verteilen, dass sie sich nicht störend auf seinen Musikstil auswirken.( Beim Klavier obliegt das der Kunst des Klavierstimmers.) Den größten Einfluß hat der Gitarrenbauer auf die Reinheit der Oktave. Die lässt sich am genauesten justieren, wenn der Instrumentenbauer das bevorzugte Saitenfabrikat des Musikers kennt. Ferner gibt es noch kleinere Tricks, um auch in den übrigen Lagen den Klang bestimmter harmonischer Strukturen positiv zu beeinflussen. Hundertprozentige Bundreinheit erreicht man, siehe oben, jedoch nicht. Wer ein hochwertiges Instrument besitzt und trotzdem ständig Schwierigkeiten mit der Stimmung hat, dem hilft letztlich nur eines: üben.

 

Klang:

Der Klang eines Instrumentes wird durch das Zusammenwirken mehrerer Komponenten bestimmt. Diese sind die Materialien und deren Verarbeitung einerseits, andererseits die Konstruktion an sich. Wird beispielsweise ein Instrument aufgrund einer bestimmten Resonanzdecke werbewirksam hervorgehoben, so sagt dies allein wenig aus, denn die Decke ist sicher wichtig, aber nicht allein entscheidend. Alle Materialien haben Eigenfrequenzen. Die Kunst des Instrumentenbauers besteht darin, durch geschickte Kombination der Hölzer sowie eine darauf abgestimmte Konstruktion die optimale Auswahl an Frequenzen zu treffen, mit denen das Instrument  dann in Resonanz tritt. Die Lagerung der Hölzer hat keinen Einfluss auf deren akustisches Verhalten.

 

Lautstärke:

Alle Gitarristen (akustisch), die es mit Streichern oder Bläsern aufnehmen wollen, werden diesen ungleichen Kampf verlieren. Die Ursache hierfür liegt in der Differenz der Energiezufuhr: Während Streicher durch den Bogenstrich oder Bläser durch den Luftstrom ihren Instrumenten kontinuierlich Energie zuführen, muß der vergleichsweise große Gitarrenkorpus mit der kleinen einmaligen Portion auskommen, die ihm durch den Anschlag verabreicht wird. Alle Versuche, diesem Phänomen ohne externe Hilfsmittel beizukommen, sind Kompromisslösungen: Dünne Decken sind instabil oder hören sich verfremdet an, andere Materialien als die bewährten haben eben andere Eigenschaften und klingen anders... Kurz: Entgegen den Behauptungen ständig wiederkehrender Werbegags ist es bisher nicht gelungen, die bewährte Konzertgitarre, an das Torres- Modell angelehnt, durch etwas Praktikables abzulösen, das sie an Lautstärke und Klangqualität übertrifft.

„Handgefertigt“:

Dieser etwas irreführende Begriff bezeichnet Instrumente, die in handwerklicher Einzelfertigung hergestellt werden. Kaum einer verzichtet heute noch auf Maschinen, denn die arbeiten gleichmäßig, präzise und ermüdungsfrei. Der Unterschied besteht in der Technologie. Einzelfertigung erlaubt größtmögliche Flexibilität in der Gestaltung der Modelle, damit auch optimale Umsetzung der Wünsche des Kunden. Jeder Arbeitsgang und alle Materialien unterliegen stetiger Kontrolle. Der Wechsel von Modell oder Bauweise erfolgt rasch und unkompliziert. Dagegen braucht die Serienfertigung große Zahlen an gleichartigen Modellen. Sie ist deshalb technologisch starrer, ihre Produkte sind weniger individuell.

 

Lagerung:

Holz wird vor seiner Be- und Verarbeitung eine bestimmte Zeit lang gelagert, um während und nach der Fertigung von Instrumenten, auch anderer Erzeugnisse, eine stabile Maßhaltigkeit zu erreichen. Eine gern kolportierte Legende besagt, dass die (lange) Lagerung den Klang veredele. Das ist Unsinn. Im Extremfall tritt sogar das Gegenteil ein, denn Holz verliert durch lange Lagerung an Elastizität - das ist auch das Ziel- und somit verliert es an der Fähigkeit, zu schwingen. Holz „arbeitet“, d.h.  es vergrößert sein Volumen, sobald es Feuchtigkeit aufnimmt, und schrumpft  umgekehrt bei Trockenheit, quer zur Faser mehr als längs. Dazu kommen Wuchsspannungen bei frischem Holz. Diese Eigenschaften gilt es, auf ein für die Fertigung und die Qualität des Erzeugnisses vertretbares Maß zu reduzieren, verschwinden werden sie nicht, insbesondere das Arbeiten. Altes Holz ändert seine Maße also nicht mehr so stark wie frisches. Beim Bau solch fragiler Erzeugnisse wie Musikinstrumente greift man demzufolge auf maßlich stabiles Material zurück, um z.B. trockenheitsbedingte Spannungen zu vermeiden, die sonst zu Rissen führen.